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Das
Freizeitheim Rathewalde ist im Kern ein Fachwerkhaus aus
der Zeit um 1880 und wurde bereits in der ersten Hälfte
des 20. Jahrhunderts als Beherbergungsstätte genutzt.
In
den fünfziger Jahren wurde es vom damaligen Besitzer
der Evangelischen Landeskirche Sachsen geschenkt, um den
Weiterbetrieb zu ermöglichen. In den folgenden Jahrzehnten
wurde das Haus von unzähligen freiwilligen Helfern
instandgesetzt und erweitert, so daß wir heute ein
reizvolles, recht verwinkeltes Gebäude aus mehreren
Bauetappen vorfinden.
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Das Haus
ist unmittelbar von einem unregelmäßig geschnittenen,
leicht verwilderten Garten mit Obstbäumen und großen
Rhododendronbüschen umgeben, von der östlichen Grundstücksgrenze
blickt man, durch ein schmiedeeisernes Gitter getrennt, direkt
auf eine Schlucht hinab oder über diese hinweg, auf die gegenüberliegende
Felsformation.
Das Freizeitheim
wurde von der Sächsischen Landeskirche bis zum Herbst 2003
betrieben und von Offene Häuser e.V. zu Jahresanfang 2004
wiedereröffnet.
Beschreibung
der Räumlichkeiten
Das Haus verfügt
über Erdgeschoß, Obergeschoß und Dachgeschoß,
wobei sich im Erdgeschoß die gemeinschaftlichen Anlagen,
in den Obergeschossen die Unterkunftsräume und die sanitären
Anlagen befinden.
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liegen im Erdgeschoß der Speiseraum (31 qm) und
der Seminarraum (27 qm), beide mit Fußböden
aus Hirnholzpflaster, hölzernen Wandschränken und
freundlichen Massivholzmöbeln. Beide Räume verfügen,
wie das gesamte Haus, über eine Gas-Zentralheizung, im
Seminarraum steht zudem ein neu gesetzter Kachelofen, der
vom Flur aus beheizt werden kann. |
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Von diesem
zwischen Speiseraum und Seminarraum gelegenen Flur öffnet
sich die Tür zur Südterasse, einer mit Natursteinplatten
belegten, von Rhododendron umstandenen halbkreisförmigen
Fläche.
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Im
rückwärtigen Bereich befinden sich, mittels einer
Durchreiche mit dem Speiseraum verbunden, Vorratsküche
(8 qm), Kochküche (11 qm) und Spülküche
(12 qm), ein weiterer Vorratsraum befindet sich im Kellergewölbe
(11qm). Die Küche ist größtenteils mit Edelstahleinrichtung,
mit Kühlmöglichkeiten und Spülmaschine sowie
mit Geschirr für 40 Personen ausgestattet. |
Die Unterkunftsräume
in den Obergeschossen mit insgesamt 30 Betten sowie
maximal sieben weiteren Aufbettungen sind sämtlich mit
eigens für das Gebäude angefertigten Massivholzmöbeln
ausgestattet, lediglich in zwei Räumen im Dachgeschoß
befindet sich im Moment noch jugendherbergsähnliches Mobiliar.
In allen Räumen befinden sich außer den Betten Schränke
bzw. eingebaute Wandschränke, Tisch, Sitzgelegenheiten und
ein Waschbecken.
| Kein
Raum gleicht dem anderen, sowohl vom Grundriß her, als
auch von der Lage im Haus. Während man aus dem einen
Raum in die Schlucht schaut, geht der Blick aus dem zweiten
zum Dorf hin und aus dem dritten in den Garten. |
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Im Obergeschoß
stehen zwei Vier-Bett-Zimmer, drei Drei-Bett-Zimmer
und zwei Zwei-Bett-Zimmer zur Verfügung. Zudem sind
in einem Zwei-Bett-Zimmer und in zwei Drei-Bett-Zimmern Aufbettungen
möglich.
Im Dachgeschoß
befinden sich zwei Drei-Bett-Zimmer, ein Zwei-Bett-Zimmer
und ein Ein-Bett-Zimmer, wiederum mit Aufbettungsmöglichkeit
in je einem Zwei-Bett-Zimmer und einem Drei-Bett-Zimmer.
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Im
Obergeschoß befindet sich zudem eine gemütliche
Diele, die sich auf den kleinen Südbalkon öffnet
und für Seminararbeit und Gesprächsrunden geeignet
ist. |
Die sanitären
Anlagen sind ungleich über die Etagen verteilt, was jedoch
aufgrund der Kompaktheit und Überschaubarkeit des Hauses
kein Problem darstellt. Gegenwärtig stehen sieben Toiletten
und drei Duschen zur Verfügung. Der Einbau zweier
weiterer Duschen im Obergeschoß und von Toiletten im Dachgeschoß
ist noch für 2004 vorgesehen.
Der Preis pro Person und Nacht beträgt 10 €,
bei Aufbettungen 8 €, Anreise- und Abreisetag gelten zusammen
als ein Tag.
Aufgrund der Größe des Hauses besteht die Möglichkeit,
daß mehrere Gruppen sich zur gleichen Zeit
im Haus aufhalten, die dann Küche und sanitäre Anlagen
gemeinsam und gleichberechtigt nutzen. Eine Begegnung unterschiedlicher
Gruppen ist Bestandteil unseres Konzeptes der Offenen Häuser,
jedoch naturgemäß nicht immer unproblematisch.
Wird die Anwesenheit
einer weiteren Gruppe nicht gewünscht, ist dies im Belegungsvertrag
zu vermerken. In den Ferienzeiten und zu den Feiertagen, zu denen
wir viele Anmeldungen haben, berechnen wir deshalb in einem solchen
Falle stets mindestens 20 Personen. Direkt neben dem Haus befindet
sich ein Nebengebäude, in dem weitere Übernachtungsmöglichkeiten
für bis zu sechs Personen zur Verfügung stehen.
Das Gebäude
verfügt über zwei Doppelstockbetten, die leicht um ein
oder zwei Aufbettungen erweitert werden können, einen kleinen
Aufenthaltsraum, eine kleine Küche sowie Toilette und Dusche.
Die Räume sind nur mit Ölradiator heizbar und deshalb
für die Monate November bis März nur bedingt geeignet.
Das Nebengebäude
kann sowohl gemeinsam mit dem Haupthaus als auch separat genutzt
werden.
Der Ausbau
des spiegelbildlich gegenüberliegenden anderen Nebengebäudes
in derselben Art ist für das Winterhalbjahr 2004 / 2005 vorgesehen.
Der Preis pro Person und Nacht beträgt 8 €, bei
Aufbettungen 6 €, An- und Abreisetag gelten zusammen als
ein Tag.
Die Preise beinhalten die Nutzung des Gartens und der Außenanlagen,
bei paralleler Nutzung durch eine Gruppe im Haupthaus und eine
im Nebengebäude hat die im Haupthaus den Vorrang.
Im Garten
steht zudem ein hölzerner Pavillon, der als - allerdings
nicht heizbarer - weiterer Seminarraum für etwa 12 Personen
kostenlos genutzt werden kann.
An-
und Abreise
Rathewalde
liegt etwa zwölf Kilometer von Pirna entfernt, das durch
S-Bahnen und Regionalzüge sehr gut mit dem ICE-Bahnhof Dresden
verbunden ist. Von Pirna fahren im Zwei-Stunden-Takt Busse nach
Hohnstein und Sebnitz, die in Rathewalde, etwa 400 Meter vom Haus
entfernt, halten.
Eine andere
Möglichkeit ist, mit der S-Bahn bis Rathen zu fahren, dort
mit der Drahtseilfähre über die Elbe zu setzen und dann
etwa eine Stunde zu Fuß (drei Kilometer bergauf), an der
Bastei vorbei, nach Rathewalde zu laufen.
Eine dritte
Möglichkeit schließlich ist, von Pirna mit der Bahn
bis Lohmen zu fahren und dann fünf Kilometer zu Fuß
zu laufen oder sich dort von anderen Mitgliedern der Gruppe abholen
zu lassen.
Mit dem eigenen
Fahrzeug erreicht man Rathewalde sehr schnell, wenn man Acht gibt,
Dresden und Pirna im Berufsverkehr zu umfahren.
Von Norden
fährt man auf der A 13 und ein Stück auf der A 4 bis
zur Abfahrt Ottendorf-Ockrilla, sodann durch eine landschaftlich
sehr reizvolle Gegend über Radeberg - Eschdorf - Dobra und
Hohburkersdorf nach Rathewalde.
Von Westen
und Nordwesten fährt man gegenwärtig noch ebenso (A
4, Abfahrt Ottendorf-Ockrilla), nach der Teilfertigstellung der
Autobahn Dresden - Prag dann auf dieser bis Pirna, dort über
die neue Elbbrücke (Schnellstraße) und über Pirna-Copitz
und Lohmen nach Rathewalde.
Im Ort selbst
findet man das Haus, indem man an der Kreuzung der Landstraße
mit der Dorfstraße letztere nach Süden (bergab) geht,
dann immer geradeaus. An der Kirche gabelt sich die Dorfstraße,
dort wählt man die halbrechte der beiden Möglichkeiten,
läuft eine kleine Anhöhe hinauf und wieder hinunter,
dann liegt das Haus auf der linken Seite. Parkmöglichkeiten
befinden sich fünfzig Meter hinter dem Haus rechts der Straße
sowie in Kirchnähe.
Die Anreise
muß am Anreisetag bis 18.00 Uhr erfolgen. Kann die gesamte
Gruppe nicht anreisen, so muß ein Verantwortlicher bis 18.00
Uhr anreisen, um die Schlüssel in Empfang zu nehmen. Ausnahmen
können ggf. unter 0172/7746913 vereinbart werden.
Die Schlüssel
werden nur gegen eine Kaution von 50 € ausgehändigt,
die mit der Rechnung vor Anreise zu bezahlen ist. Bei kurzfristigen
Anmeldungen werden die Schlüssel gegen eine Kaution in bar
ausgehändigt. Die Kaution dient als Sicherheit für eventuelle
Beschädigungen, fehlende Schlüssel, nicht oder nur teilweise
erfolgte Reinigung, zerschlagenes oder verlorenes Geschirr, nicht
erfolgte Mülltrennung, etc.
Die Kaution wird mit der Schlußrechnung verrechnet bzw.
(falls bereits der gesamte Rechnungsbetrag im Voraus bezahlt worden
ist) dem Rechnungsempfänger - vermindert um eventuelle Abzüge
wegen Schäden o.ä. - spätestens innerhalb von zwei
Wochen nach Abreise zurücküberwiesen.
Die Rückgabe
der Schlüssel muß am Abreisetag nach Reinigung
der Räume möglichst bis 11.00 Uhr direkt an den
Verantwortlichen erfolgen. Reist am selben Tag keine weitere Gruppe
an, kann die Rückgabe auch später im Laufe des Tages
erfolgen.
Umgebung
| Das
Freizeithaus liegt am südlichen Rand des staatlich anerkannten
Erholungsortes Rathewalde, es ist das vorletzte Haus des Ortes.
Das letzte Haus ist ein ehemaliges Forsthaus, das nur zu Fuß
erreichbar ist, dort beginnt der Nationalpark Sächsische
Schweiz. |
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Direkt vom
Haus aus sind somit vielfältige Wanderungen in die Sächsische
Schweiz möglich - die bekannte Bastei mit der Basteibrücke,
von der man eine malerische Aussicht über das gesamte Elbsandsteingebirge
hat, liegt nur drei Kilometer entfernt, ebenso der Kurort Rathen
mit der Felsenbühne und dem autofreien rechtselbischen Ortsteil
Niederrathen.
Von Rathen
gelangt man zu Fuß, mit dem Rad (Elberadweg), mit der S-Bahn
oder dem Schiff nach Stadt Wehlen (4 km), nach Königstein
mit der berühmten Festung (9 km) und nach Bad Schandau
(9 km), zu Fuß zudem zum Lilienstein (6 km).
Von Königstein
aus kann man das Bielatal hinaufwandern und das Massiv der Pfaffensteine
mit der Barbarine erreichen, von Bad Schandau gelangt man in das
Kirnitzschtal, zum Lichtenhainer Wasserfall und in die Massive
der Affensteine und der Schrammsteine.
In, von Rathewalde aus gesehen, elbabgewandter Richtung liegen
Orte mit reicher historischer Vergangenheit und bedeutenden Kulturdenkmalen:
Hohnstein,
zu dem Rathewalde eingemeindet ist und das sowohl zu Fuß
(4 km) als auch durch regelmäßigen Busverkehr erreichbar
ist, ist eine malerisches Städtchen im Polenztal, das von
der riesigen im Kern mittelalterlichen Burg überragt wird.
In Stolpen,
etwa neun Kilometer nördlich gelegen, befindet sich die Feste
Stolpen, in der Gräfin Cosel gefangengehalten wurde.
Lohmen schließlich,
fünf Kilometer nordwestlich am Eingang zum reizvollen Liebethaler
Grund gelegen, verfügt über die größte Dorfkirche
Sachsens und einen Richard-Wagner-Kulturpfad.
Die Kreisstadt Pirna (12 km), auch als das kleine Prag
bekannt, ist eine überaus reizvolle Kleinstadt, die durch
Mittelalter und Barock geprägt worden ist. Unweit liegen
der Barockgarten Großsedlitz und das Schloß
Weesenstein.
In größerer
Entfernung liegen elbabwärts Schloß Pillnitz
und die sächsische Landeshauptstadt Dresden sowie
elbaufwärts die Böhmische Schweiz und die Städte
Děčín und Ústí nad Labem.
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