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Allgemeine Informationen

Burg Lohra ist die größte Burg des südwestlichen Vorharzes, ihre Geschichte reicht bis ins erste Jahrtausend zurück.

Ihre Blüte erlebte die Burg im Hochmittelalter, als sie von den Grafen zu Lare zu einer pfalzartigen Anlage umgebaut wurde. Das älteste Bauwerk war eine ursprünglich imposante Turmanlage aus dem 11. Jahrhundert, von der sich, nachdem sie später als Steinbruch genutzt wurde, lediglich ein Stumpf erhalten hat.

Das kunstgeschichtlich wertvollste Zeugnis der Burg stellt jedoch die dem 12. Jahrhundert entstammende romanische Doppelkapelle dar, eines der wenigen erhaltenen Bauzeugnisse dieses seltenen mittelalterlichen Kirchentyps.

Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts war die Burg Herrschaftssitz verschiedener Grafengeschlechter, 1593 starben die Grafen zu Lohra und Klettenberg aus. Im Verlauf des 30jährigen Krieges wurde Burg Lohra mehrfach stark beschädigt und umgestaltet. Im Zuge des Westfälischen Friedens fiel die Burg an das Kurfürstentum Brandenburg und wurde seit 1702 landwirtschaftlich genutzt, seit 1977 stand sie leer.


Offene Häuser betreut Burg Lohra seit 1992, konnte die Anlage nach mehrjähriger durch ungeklärte Eigentumsverhältnisse erzwungener Pause der Aktivitäten und längerem zwischenzeitlichen Leerstand jedoch erst im Jahre 2001 in eigene Trägerschaft übernehmen.

Seitdem hat sich das Bild der Anlage grundlegend geändert. Bestimmten anfangs noch die Überreste landwirtschaftlicher Nutzung, defekte Dächer und zerfallende Mauern das Erscheinungsbild, so bietet sich dem Besucher heute ein weitgehend gepflegtes, jedoch in seiner Ursprünglichkeit erhaltenes Denkmalensemble dar.

Die romanische Doppelkapelle, deren gottesdienstliche Nutzung zwar nie ganz eingestellt war, dient heute wieder regelmäßig als Raum für Andachten, Gottesdienste und Konzerte, der Kornspeicher wird zeitweise als Galerie genutzt, der Große Heuboden wurde als Veranstaltungsraum ausgebaut, der Burghof und die Burgkapelle sind tagsüber auch für unangemeldete Besucher zugänglich.

Die Geschichte der Burg vom 10. Jahrhundert bis in die Gegenwart, die Schritte der Instandsetzung seit 1992 sowie das Konzept des Ensembles sind in der Rubrik Ausgewählte Orte detailliert beschrieben.

Die besondere Atmosphäre der Burg bildet einen reizvollen Rahmen für Seminare, Kurse und Workshops mit künstlerischer Ausrichtung.


Beschreibung der Gebäude und Räumlichkeiten

Burg Lohra ist eine große Burganlage mit einer Gesamtfläche von fast zehn Hektar. Die Anlage teilt sich in drei Bereiche:

- die mittelalterliche Kernburg mit Gebäuden aus dem 11. bis 20. Jahrhundert (Turmrest, Burgkapelle, Herrenhaus, ehemalige Münze, Ältester Wohnbau, Torhaus, Kornspeicher, Großer Heuboden, Häckselboden etc.) innerhalb des inneren Burggrabens und der inneren Burgmauer
- die lange Zeit als Domäne genutzte Vorburg aus dem 18. bis 20. Jahrhundert über mittelalterlichen Resten (Eseltreiberhäuser, Bockstall, Sackflickstube, Schmiede, Großer Schafstall etc.) innerhalb der Reste der äußeren Mauer und des äußeren Wall-und-Graben-Systems
- das Außengelände mit Gebäuden des 19. und 20. Jahrhunderts (Pferdestall, Backhaus, historischer Wasserturm, Wohngebäude, ehem. Ferienheim) und ausgedehnten Grünbereichen (Streuobstwiese, Garten, Spielplatz etc.)


Als Gruppenunterkünfte stehen drei Teilbereiche zur Verfügung, die sowohl zusammen, als auch separat nutzbar sind:

- Eseltreiberhäuser mit Sackflickstube in der Vorburg
- Weißes Haus im Außengelände
- Graues Haus im Außengelände
Die zusätzlich von allen Gruppen nutzbaren Räume (romanische Doppelkapelle, Kornspeicher, Großer Heuboden, Gewölbe etc.) befinden sich in der mittelalterlichen Kernburg.

Die Eseltreiberhäuser haben wegen der geringen Deckenhöhen, der verwendeten Lehmbaustoffe und der Lage nahe am Burggraben zwar eine sehr eigene Atmosphäre, aber auch einen recht einfachen Standard. Das Weiße und das Graue Haus sind hingegen eher funktional ausgerichtet und für Seminar- und Gruppenarbeit jeder Art gut geeignet.


Die Eseltreiberhäuser wurden im Jahre 1706 erbaut und im Jahre 1923 teilweise umgebaut. Sie dienten vornehmlich als Wohnraum für die Eseltreiber, da, nachdem der Brunnen der Burg im Jahre 1680 versiegt war, über mehr als zwei Jahrhunderte sämtliches auf der Burg benötigtes Wasser mit Eseln den Berg hinauf transportiert werden mußte.

In den Häusern stehen gegenwärtig 26 Schlafmöglichkeiten in Zwei- bis Fünf-Bett-Räumen in drei Wohnungen mit jeweils acht bis zehn einfachen Betten zur Verfügung. In zwei Wohnungen steht zudem ein einfacher kleiner Aufenthaltsraum für jeweils sechs bis acht Personen zur Verfügung. Eine vierte Wohnung dient im Sommer als Unterkunft für Praktikanten von Offene Häuser. In Ausnahmefällen kann diese auch von anderen Gruppen mitgenutzt werden, so dass die Kapazität der Eseltreiberhäuser bis zu 32 Betten betragen kann.

Die Eseltreiberhäuser, namentlich das nördliche, waren zu Anfang der neunziger Jahre nur noch als Torso erhalten – man konnte, vor dem Gebäude stehend, durch die Wände bis in den dahinterliegenden Grünbereich blicken. Offene Häuser hat die Eseltreiberhäuser in den Jahren 1995/1996 unter denkmalpflegerischen und bauökologischen Gesichtspunkten instandgesetzt (behutsame Fachwerkergänzungen, Dachdeckung mit geborgenen Ziegeln in Strohdocken, Lehmsteine, manuell gefertigte Lehmwickel, Schilfdämmung, Lehmputze, historische Fußbodenplatten etc.).

Aufgrund der intensiven Nutzung, insbesondere auch durch Jugendgruppen, ist nach eineinhalb Jahrzehnten jedoch ein Zustand eingetreten, der eine grundlegende Renovierung notwendig macht.
Ab Herbst 2010 werden die Wohnungen der Eseltreiberhäuser deshalb eine nach der anderen geschlossen, um Umbau- und Renovierungsarbeiten vorzunehmen. Die Kapazität der Häuser kann also im Jahr 2011 eingeschränkt sein.

Die Häuser sind mit Lehmgrundöfen bzw. Beistellöfen, die selbst beheizt werden müssen, ausgestattet. Holz steht zur Verfügung, es sollte jedoch stets genügend Holz auch für die nachfolgenden Gruppen zerkleinert werden.

Die [ssanitären Einrichtungen] befinden sich jeweils innerhalb der Wohnungen. Für jede Wohnung stehen gegenwärtig eine Toilette, eine Dusche bzw. eine Badewanne sowie Waschbecken zur Verfügung. Zusätzlich befinden sich im direkt benachbarten ehemaligen Schweinestall drei Toiletten und zwei Waschbecken, die allerdings in Ausnahmefällen auch von anderen Gruppen genutzt werden können. Die zusätzliche vierte Wohnung verfügt über keine eigenen sanitären Anlagen, hier müssen die Toiletten und Waschbecken im ehemaligen Schweinestall genutzt werden.

Die etwa 40 Meter von den Unterkünften entfernt befindliche ehemalige Sackflickstube, ein einstöckiger Fachwerkbau, dient als Selbstversorgerküche und Speiseraum. Die Sackflickstube ist ein uriger Raum, der gemeinsames Kochen, Essen und Arbeiten ermöglicht. In der kalten Jahreszeit muß der Holzofen allerdings beständig geheizt und die Tür verschlossen gehalten werden, damit der Raum nicht auskühlt. Die Ausstattung ist einfach (Propanherd, Holzofen, Spüle), es steht Geschirr für 30 Personen zur Verfügung. Vor dem Haus befindet sich eine Terrasse, so dass in der warmen Jahreszeit die Mahlzeiten auch im Freien eingenommen werden können.

Der Preis je Person und Nacht beträgt in den Eseltreiberhäusern 9 €.

Die Preise beinhalten die Mitnutzung des gesamten Außengeländes der Burg, beinhaltend Burggraben, Vorburggelände und den Burghof der Kernburg.

Da die Unterkünfte in den Eseltreiberhäusern in drei Bereiche zu je acht bis zehn Personen teilbar sind, besteht die Möglichkeit, daß mehrere Gruppen sich zur gleichen Zeit in den Eseltreiberhäusern aufhalten, die dann Küche und sanitäre Anlagen gemeinsam und gleichberechtigt nutzen. Eine Begegnung unterschiedlicher Gästegruppen ist Bestandteil unseres Konzeptes der Offenen Häuser, jedoch naturgemäß nicht immer unproblematisch. Wird die Anwesenheit einer weiteren Gruppe in den Eseltreiberhäusern nicht gewünscht, ist dies im Belegungsvertrag zu vermerken. Die Mindestbelegung beträgt in einem solchen Falle in der Sommersaison 21 Personen, im Winterhalbjahr 24 Personen, zu Feiertagen und Ferienzeiten ggf. auch mehr.


Das Weiße Haus wurde im Jahre 1953 als Lehrlingswohnheim in Kalksteinmassivbauweise erbaut und seit den siebziger Jahren als Ferienheim, von 1990 bis 2001 dann als Pension genutzt. Hier stehen 32 Betten vorwiegend in Zwei- und Drei-Bettzimmern in den beiden Obergeschossen des Gebäudes zur Verfügung. Zusätzlich steht ein Gruppenraum für etwa 30 Personen im zweiten Obergeschoß zur Verfügung.

Offene Häuser hat das Gebäude in den letzten Jahren grundhaft saniert. Dies implizierte die Installation einer emissionsarmen Holzheizung, die Errichtung einer Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung auf dem Nachbargebäude sowie die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Süddach.

Gegenwärtig werden die Innenräume Schritt für Schritt erneuert. Sie sind baulich und bezüglich ihrer Ausstattung in einem soliden und ordentlichen Zustand, können jedoch den "Charme" der Nutzung als DDR-Ferienheim (noch) nicht verbergen. Die Individualität jedes Raumes - wie sie in anderen von Offene Häuser betriebenen Seminarhäusern zu finden ist - sucht man hier vorerst noch vergebens.

Das Weiße und das Graue Haus werden von uns vom 01. Oktober bis zum 15. Mai beheizt.

Die Toiletten befinden sich jeweils für alle Zimmer eines Geschosses zentral auf der Etage (Frauen im zweiten Obergeschoß, Männer im ersten Obergeschoß), die vier Duschen alle im ersten Obergeschoß. In den meisten der Zimmer befinden sich Waschbecken.

Im Erdgeschoß befinden sich die Selbstversorgerküche und der große Speiseraum, der etwa 75, bei Bedarf auch bis zu 88 Personen Platz bietet. Direkt vom Speiseraum führt eine Tür auf die große Südterrasse.

Die Selbstversorgerküche ist für 90 Personen ausgestattet, Geschirr für weitere 30 Personen steht bei Bedarf zur Verfügung. Zur Zeit ist die Küche mit einem Großküchenherd mit sechs Platten und Backröhre ausgestattet. Zusätzlich steht für kleinere Gruppen ein Herd in Haushaltsgröße zur Verfügung. Des Weiteren ist neben einer großen Kühlkammer ein kleiner Gefrierschrank sowie, insbesondere für kleinere Gruppen, ein Haushaltskühlschrank nutzbar.

Da Selbstversorgerküche und Speiseraum auch von anderen Gruppen genutzt werden können (Graues Haus, Zeltende), stehen im Erdgeschoß weitere Toiletten für beide Geschlechter zur Verfügung.

Der Preis beträgt je Person und Nacht 10 €.

Die Preise beinhalten die (ggf. mit der im Grauen Haus anwesenden Gruppe gemeinsame) Nutzung des - nicht für die Öffentlichkeit zugänglichen, also ausschließlich für die Gruppen zur Verfügung stehenden – die beiden Häuser direkt umgebenden, eingezäunten Geländes mit einer Fläche von etwa 1 ½ Hektar inclusive Fußballfeld, Volleyballplatz, Spielwiese, Kinderspielplatz etc.

Aufgrund der Größe des Hauses besteht die Möglichkeit, daß sich mehrere Gruppen zur gleichen Zeit im Haus aufhalten, die dann Küche, Speiseraum, Terrasse und Außengelände gleichberechtigt nutzen. Eine Begegnung unterschiedlicher Gästegruppen ist Bestandteil unseres Konzeptes der Offenen Häuser, jedoch naturgemäß nicht immer unproblematisch. Wird die Anwesenheit einer weiteren Gruppe nicht gewünscht, ist dies im Belegungsvertrag zu vermerken. Die Mindestbelegung beträgt in einem solchen Falle 26 Personen, zu Feiertagen und Ferienzeiten ggf. auch mehr.


Das Graue Haus wurde in den siebziger Jahren in Massivbauweise erbaut und bis 2001 ebenfalls als Pension genutzt. Hier stehen 49 Betten in vier separaten Wohnungen im Erd- und im Obergeschoß sowie 8 Betten bzw. Liegen in einem großen Raum im Dachgeschoß zur Verfügung.

Jede Wohnung verfügt über 10 bzw. 13 Betten in drei [s#Zimmern mit jeweils 2, 3, 4 bzw. 5 Betten9 und eigene sanitäre Anlagen (1 Toilette, 2 Duschen, 3 bzw. 4 Waschbecken je Wohnung) sind vorhanden.

Die Unterkunftsbereiche im Dachgeschoß bestehen aus zwei großen Räumen, die jeweils fast die Hälfte des Dachgeschosses einnehmen. Im kleineren Raum, von dem aus Duschen für beide Geschlechter zugänglich sind, befinden sich acht einfache Betten bzw. Liegen. Der größere Raum kann als Gruppenraum genutzt werden oder bei Bedarf bis zu zwölf weitere Schlafplätze auf Liegen bzw. Matratzen bieten. Außerhalb dieser beiden Räume befinden sich, vom Flur aus zugänglich, jeweils eine Toilette für jedes Geschlecht.

Der Preis beträgt je Person und Nacht 10 €.

Im Übrigen gilt die Beschreibung für das Weiße Haus analog für das Graue Haus (Zentralheizung, Mitnutzung der Selbstversorgerküche und des Speiseraumes im Hauptgebäude sowie der Terrasse und des Außengeländes etc.).

Die Mindestbelegung für die alleinige Nutzung des Grauen Hauses beträgt 46 Personen.


Folgende Kombinationsmöglichkeiten der drei Gebäude bieten sich an:
- sehr große Gruppe (über 90 bis maximal 120 Personen) - alle drei Gebäude und Außengelände
- sehr große Gruppe, Teilgruppe feste Unterkunft (72 bis 100 Personen) sowie Teilgruppe Zeltunterkunft (Personenzahl nicht begrenzt) - Weißes Haus, Graues Haus und Außengelände
- große Gruppe (72 bis 100 Personen) - Weißes Haus, Graues Haus und Außengelände
- große oder sehr große Gruppe, die in erster Linie zelten und auch selbst außerhalb kochen möchte (z.B. Pfadfinder) und lediglich ein festes Haus benötigt als Unterkunft für Anleiter, Küchenfrauen, Busfahrer etc. - Graues Haus und Außengelände
- mittelgroße Gruppe (25 Personen) - je nach Bedarf eines der drei Gebäude
- kleine Gruppe (10 Personen), Familien, Einzelpersonen - einzelne Wohnungen in den Eseltreiberhäusern oder im Grauen Haus
Weitere Kombinationen sind selbstverständlich möglich.


Alle Gruppen können, unabhängig davon, in welchem Haus sie untergebracht sind, nach vorheriger Anmeldung weitere Räume in der mittelalterlichen Kernburg nutzen:

Der Gemeinschaftsraum im ehemaligen Herrenhaus faßt bis zu 50 Personen. Der Raum ist recht einfach, hat aber eine besondere Atmosphäre. Die Gruppen müssen den Raum selbst mit Holz heizen.

Der ehemalige Kornspeicher ist ein überaus reizvoller Raum von 30 x 10 Metern mit hölzernem Fußboden. Er ist als Proben- und Arbeitsraum gut geeignet, jedoch nicht heizbar.

Der Große Heuboden ist etwa 28 Meter lang und 12 Meter breit und beeindruckt durch die Größe und die Weite des Raumes, da er keine Zwischendecke hat und der Dachstuhl von innen sichtbar ist. Der Große Heuboden ist für Tanz, Theater und Musik sehr gut geeignet.

Die romanische Doppelkapelle hat zwei übereinanderliegende Räume, die durch eine Deckenöffnung miteinander verbunden sind. Der untere ist ein schlichter romanischer Raum, der obere ähnelt einer kleinen barocken Dorfkirche und faßt etwa 70 Personen. Die Kapelle ist für musikalische Zwecke und als Andachtsraum nutzbar. Sie ist nicht heizbar. Die Einnahmen aus der Kapellennutzung kommen ausschließlich der Instandsetzung der Kapelle zugute.


Organisatorisches

Auf den Betten in allen Unterkunftsbereichen befinden sich frische Laken. Nach Vereinbarung im Belegungsvertrag können Bettdecken und Kopfkissen geliehen und eigene Bettwäsche mitgebracht oder aber Steppdecken, Kopfkissen und Bettwäsche geliehen werden. Alternativ können Schlafsäcke mitgebracht werden.


Sämtliche Preise verstehen sich als Preise für eine Nutzung durch Jugendgruppen, Gruppen gemeinnütziger Träger, gemeinnützige Bildungsveranstaltungen, Mitglieder der NaturFreunde Deutschlands und andere gemeinnützige Gruppen. Bei privater Nutzung wird entsprechend den gültigen gesetzlichen Regelungen ggf. zusätzlich Umsatzsteuer erhoben.

Um ökologisch bewußtes Verhalten zu unterstützen, wird der Verbrauch an Betriebskosten (Wasser / Abwasser und Elektroenergie) für das jeweilige Gebäude in der Zeit des Aufenthaltes der Gruppe durch Ablesen der Zähler ermittelt und der Gruppe in Rechnung gestellt. Bei mehreren gleichzeitig anwesenden Gruppen werden die Kosten im Verhältnis der jeweils anwesenden Personenzahlen beider Gruppen umgelegt.

Gäste und Gruppen, die auch in ihrem eigenen Lebensbereich zu ökologisch erzeugtem Strom wechseln, können den Betrag für die auf Burg Lohra verbrauchten Betriebskosten deutlich minimieren. Näheres finden Sie unter www.aller-guten-dinge-sind-drei.org.


Nach vorheriger Absprache besteht gemäß der Philosophie des Netzwerks Offene Häuser auch die Möglichkeit, an der Instandsetzung der Burganlage mitzuarbeiten. Dabei geht es nicht in jedem Falle um qualifizierte Arbeiten, jedoch darum, verbindlich und zuverlässig eine für den Erhalt der Burg notwendige und mit uns abgesprochene Arbeit auszuführen.

Als Mitarbeit im Sinne eines ermäßigten Tagessatzes (für Eseltreiberhäuser – 5,50 €, für Weißes Haus oder Graues Haus - 6 €) gilt die Tätigkeit dann, wenn die Gruppe jeden Tag (ohne An- und Abreisetag) vier Stunden oder jeden zweiten Tag acht Stunden in Absprache mit uns tätig ist. Der dann verbleibende Tagessatz dient lediglich der Deckung der Betriebskosten der Burganlage, die aufgrund der großen Fläche erheblich sind. Es besteht auch die Möglichkeit, daß nur ein Teil der Gruppe mitarbeitet.


Wiewohl die von Offene Häuser betriebenen Gebäude und Ensembles primär Selbstversorgerhäuser sind, besteht auch die Möglichkeit zu Halb- oder Vollpension. Ein lokales Unternehmen, mit dem Offene Häuser seit mehreren Jahren kooperiert, liefert zu günstigen Preisen reichhaltige und schmackhafte Speisen ins Haus und kommt auch speziellen Wünschen nach vegetarischer, veganer oder schweinefleischloser Kost gern nach. Wir vermitteln gern den entsprechenden Kontakt.


Grundstück

Das Grundstück mit einer Größe von zehn Hektar besteht aus der eigentlichen Burganlage (Kern- und Vorburg) mit etwa drei Hektar Fläche, dem Grundstück des Weißen und Grauen Hauses mit etwa zwei Hektar Fläche sowie Grünland und einer Streuobstwiese östlich davon mit fünf Hektar Fläche. Die ersten beiden Bereiche können von den Gruppen genutzt werden, der letztere Bereich nach Vorabsprache ebenfalls.

Direkt benachbart schließt sich ein Naturschutzgebiet an, das die Anlage in einem Dreiviertelkreis umschließt und als Europäisches Schutzgebiet nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie ausgewiesen worden ist.

Das vierte, südliche Viertel wird von einer stillgelegten ehemals landwirtschaftlichen Fläche gebildet, die mehrmals jährlich von einem Schäfer beweidet wird.

Etwa eineinhalb Kilometer südlich davon schließt sich ein großer Trockenrasenbereich an, der als Nationales Naturerbe unter Schutz steht und für den Offene Häuser eine Patenschaft übernommen hat.


An- und Abreise

Die nächstgelegene Bahnstation ist Gebra/Hainleite an der Bahnstrecke Halle/Saale - Kassel. Von dort sind es etwa fünf Kilometer zu Fuß bzw. sechs Kilometer per Auto oder Fahrrad zur Burg, wobei ein Höhenunterschied von 250 Metern zu überwinden ist. Eine Busverbindung zur Burg existiert nicht. In den Ort Großlohra selbst fahren mehrmals täglich Busse von Bleicherode über Gebra/Hainleite.

Das ortsansässige Taxiunternehmen ist unter 036338/42020 zu erreichen. Der Transport mit PKW bzw. Kleinbus des Unternehmens kostet pro Fahrzeug etwa 10 €, mit dem Großraumtaxi 13 €.

Zeitweilig befindet sich auch ein Fahrzeug von Offene Häuser auf Burg Lohra. Damit kostet die Abholung vom Bahnhof Gebra mit PKW 6,- €. Eine Nutzung für Einkäufe und andere Fahrten (Gruppe als Selbstfahrer) wird mit 0,30 € / Kilometer berechnet.

Die Anreise muß am Anreisetag bis 17.00 Uhr erfolgen. Kann die gesamte Gruppe nicht anreisen, so muß ein Verantwortlicher bis 17.00 Uhr anreisen, um die Schlüssel in Empfang zu nehmen.

Die Rückgabe der Schlüssel muß am Abreisetag nach Reinigung der Räume möglichst bis 11.00 Uhr direkt an den Verantwortlichen erfolgen. Reist am selben Tag keine neue Gruppe an, kann die Rückgabe der Schlüssel auch später im Laufe des Tages erfolgen, wenn dies so im Belegungsvertrag vereinbart worden ist.


Umgebung

Die Burg liegt auf einem Bergsporn der Hainleite, inmitten eines Landschaftsschutzgebietes und direkt neben einem Naturschutzgebiet. Nach Norden hin fällt der Höhenzug steil ab, vom Burghof aus kann man über die Goldene Aue bis zum Harz und zum Brocken schauen. Nach Süden hin geht der Hügelzug in eine Hochfläche über, es schließt sich ein weiteres Landschaftsschutzgebiet - das Helbetal - an, das sich sehr gut zum Fuß- und Radwandern eignet.

Einkaufsmöglichkeiten (Bäcker, Fleischer, Gemischtwarenladen) bestehen im Ort Großlohra, der fünfzehn Minuten Fußweges unterhalb der Burg liegt. Für große Einkäufe sind die Kaufhallen in Bleicherode und Sollstedt preiswerter, die allerdings nur mit dem Auto erreichbar sind. Bäcker (Tel. 036338/60269), Fleischer (Tel. 036338/40708) und Getränkeservice (Tel. 036338/43625) liefern direkt an und entsorgen das Leergut selbst.

Als Ausflugsziele in der näheren Umgebung bieten sich besonders die Klosterkirche Münchenlohra (4 km), die Burgruine Straußberg (15 km), die Städte Nordhausen und Sondershausen (Bahn ab Gebra, je 20 km), die KZ-Gedenkstätte Dora bei Nordhausen und die Stadt Mühlhausen (25 km) an.


Belegungsanfrage

Wenn Sie sich wegen freier Termine erkundigen bzw. eine Belegungsanfrage stellen möchten, wenden Sie sich bitte an unser Büro in Weimar unter Telefon 03643 – 502390. Sollten Sie dort niemanden erreichen, können Sie sich auch unter Telefon 0172 – 7746913 direkt an Bert Ludwig wenden.

Alternativ können Sie über das untenstehende Formular eine Anfrage per E-mail stellen, die wir innerhalb von drei Werktagen beantworten werden.

In eiligen Fällen ist eine Anfrage per Telefon immer günstiger, da ein Telefonat im Unterschied zu einer E-mail die Möglichkeit bietet, sich schnell und unkompliziert über Ihre Vorstellungen und unsere Möglichkeiten auszutauschen und verschiedene von Offene Häuser betriebene Unterkünfte und die dort freien Termine zu erörtern.
Belegungsanfrage per email


Anmeldeformular / Belegungsvertrag

Belegungsvertrag für Gäste(gruppen) auf Burg Lohra

Burghof

Burg Lohra um 1600

Luftbild

Blick aus dem Tal

Weg zur Burg

Mittelalterliche Kernburg

Eseltreiberhäuser

Weg zur Sackflickstube

Blick zur Sackflickstube

Sackflickstube

Sackflickstube

Sackflickstube

Blick von der Sackflickstube zur Kernburg

Weißes und Graues Haus

Weißes Haus - Erdgeschoß

Weißes Haus - Erdgeschoß Bestuhlung für große Gruppen

Weißes Haus - Obergeschoß

Weißes Haus - Dachgeschoß

Graues Haus - Erdgeschoß

Graues Haus - Obergeschoß

Graues Haus - Dachgeschoß

Weißes Haus – Außenterasse

Blick vom Grauen Haus über das Außengelände

Volleyballwiese

Fußballfeld

Feuerplatz im Burggraben

Burghof mit Herrenhaus

Burghof

Blick vom Burghof

Doppelkapelle von Süden

Untergeschoß der Kapelle

Obergeschoß der Kapelle

Kornspeicher

Kornspeicher

Kornspeicher

Großer Heuboden

Großer Heuboden

Mittelalterliches Gewölbe

Großer Schafstall

Pfad zum Ort Großlohra

Ortsteile von Großlohra
 







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