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Üblicherweise sind auf Websites unter der Rubrik „Presse“ Veröffentlichungen zu finden, die Zeugnis von der Arbeit der auf der Website dargestellten Organisation geben. Das wird auch hier der Fall sein – im Zuge der nächsten Überarbeitung unserer Website werden an dieser Stelle auch entsprechende Links und Downloads zu finden sein.

Insbesondere muss diese Rubrik jedoch leider dazu dienen, eine zwischen 2004 und 2011 gegen Offene Häuser geführte Denunziationskampagne zu schildern und die auf diese Weise verbreiteten unwahren Behauptungen zu widerlegen.


Ausgehend von einem ganz normalen Grundstücksgeschäft – dem Erwerb des Gutshauses Gantikow – sind Offene Häuser und die für Offene Häuser handelnden Personen in den vergangenen Jahren vollkommen unerwartet Ziel einer Diffamierungskampagne worden, die bezüglich ihrer Intensität, ihrer Dauer und der breiten Palette der dafür benutzten Mittel den Erfahrungshorizont eines durchschnittlich lebenserfahrenen Menschen erheblich überschreiten dürfte.

Die Darstellung der Ereignisse wirkt wie das Drehbuch eines Films, bei dem es der Autor mit Effekten, Unvorhersehbarem und Grenzüberschreitendem etwas zu gut gemeint hat – sie beschreibt jedoch die bittere Wahrheit.

Offene Häuser hat sich deshalb entschlossen, den Behauptungen eine ausschließlich auf Fakten basierende Darstellung entgegenzusetzen und diese – da die Sichtung und Aufarbeitung der Unterlagen sehr zeitaufwendig ist, erst in einem zweiten Schritt – durch Links zu den Schriftstücken zu den Sachverhalten, die in der Darstellung erwähnt werden, zu verifizieren, damit sich jeder sein eigenes Bild machen möge.



Der Auslöser – der Erwerb des Gutshauses in Gantikow

Im Jahre 1997 verkaufte die Wohnungsbausgesellschaft Kyritz mbH, eine Tochtergesellschaft der Stadt Kyritz, das Gutshaus in Gantikow an den Verein Kunstaffäre Lügenmuseum e.V., der unter der Bezeichnung „Lügenmuseum“ im Erdgeschoß des Hauses Museums- und Ausstellungsräume betrieb, die dem Haus auch überregionale Bekanntheit verschafften.

Als Kunstaffäre Lügenmuseum im Jahre 2004 an Offene Häuser herantrat, weil der Verein einen Käufer für das Gutshaus suchte, sah Offene Häuser seinerseits gute Möglichkeiten inhaltlicher und möglicherweise auch wirtschaftlicher Synergieeffekte mit dem Ausstellungsbetrieb und entschloss sich zum Erwerb der Liegenschaft.

Der Erwerb erfolgte zu einem vom Verkäufer vorgeschlagenen Preis, der deutlich über der symbolischen einen Mark lag, für die der Verkäufer die Liegenschaft erst sieben Jahre zuvor selbst erworben hatte. Die erhofften Synergieeffekte wurden in die Präambel des Kaufvertrages aufgenommen. Der Vertrag wurde verkäuferseitig von Herrn Reinhard Zabka, dem damaligen alleinvertretungsberechtigten Vorsitzenden des veräußernden Vereins, unterzeichnet.

Mit dem Kauf ging – neben einem eine dritte Person betreffenden Wohnungsmietvertrag – auf Offene Häuser als Erwerber auch ein Mietvertrag über Ausstellungs-, Atelier- und Werkstatträume über, der zwischen dem nun veräußernden Verein Kunstaffäre Lügenmuseum und der Privatperson Reinhard Zabka erst wenige Monate zuvor geschlossen worden war.

Bereits kurz nach dem Übergang von Besitz und Nutzung der Liegenschaft an Offene Häuser begann Herr Reinhard Zabka, Offene Häuser die Betreibung des Hauses mit einer für Außenstehende sowohl hinsichtlich ihrer Zahl als auch ihres Variantenreichtums unvorstellbaren Palette von Aktionen zu erschweren, wozu ihm seine Position als Mieter allein schon aufgrund seiner damit verbundenen Anwesenheit im Hause und der ihm somit zur Verfügung stehenden Schlüssel für die gemeinschaftlichen Anlagen ausreichend Gelegenheit gab. Das breite Spektrum der durchaus phantasievollen Aktionen, die bei entwendeten Gegenständen und Anzeigen wegen Ruhestörung begannen, in Aktionen gegen Gäste des Hauses, Freiwillige und Beschäftigte von Offene Häuser ihre Fortsetzung fanden und schließlich in der nachstehend beschriebenen Denunziationskampagne gipfelten, war sehr reichhaltig – die Bezeichnung „intensiver Nachbarschaftsstreit“ ist dafür deutlich untertrieben.

Danach begann Herr Reinhard Zabka, den Kaufvertrag, den er selbst eigenhändig beim Notar unterschrieben hatte, anzufechten. Nachdem er per Eilantrag das Amtsgericht glauben gemacht hatte, der Verkäufer sei beim Grundstücksgeschäft übervorteilt worden, wurde die Eigentumsumschreibung vorläufig ausgesetzt.

Als Offene Häuser nach reiflicher Abwägung des Potentials des Hauses für die Bildungs- und Begegnungsarbeit einerseits und des durch die permanenten Störmanöver entstehenden Aufwands andererseits schließlich bereit war, den Kauf rückabzuwickeln, stellte sich heraus, dass Herr Reinhard Zabka in seiner Funktion als Vorsitzender des Vereins Kunstaffäre Lügenmuseum für diesen zwischenzeitlich einen Insolvenzantrag gestellt hatte.

Nachdem Herr Reinhard Zabka Offene Häuser daraufhin „anbot“, das Haus ihm persönlich „zurückzugeben“ und zudem im Zuge von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft offenbar wurde, dass Herr Reinhard Zabka bereits im Februar 2004, also drei Monate vor dem Verkauf der Liegenschaft an Offene Häuser, einen ersten Insolvenzantrag für Kunstaffäre Lügenmuseum gestellt hatte, ergab sich eine kaum von der Hand zu weisende Deutungsmöglichkeit der Vorkommnisse – offenbar wollte der Vorsitzende eines Vereins, dessen Insolvenz er hatte anmelden müssen, eine im Vereinsvermögen befindliche Immobilie in sein persönliches Eigentum überführen und benötigte dazu einen arglosen „Zwischenerwerber“.

Doch Offene Häuser wollte dieses Spiel weder mitspielen noch konnte Offene Häuser dies, wollte Offene Häuser sich nicht der Beihilfe zum Insolvenzbetrug schuldig machen, und setzte stattdessen auf gerichtliche Klärung des Sachverhalts. Diese erfolgte schließlich im Dezember 2009 durch das Landgericht Neuruppin einschränkungslos zugunsten von Offene Häuser, wobei das Landgericht das Grundstücksgeschäft als rechtskonform beurteilte und im Gutachten des vom Landgericht bestellten Sachverständigen sogar ausgeführt wurde, dass, wenn im Rahmen des zur Beurteilung stehenden Rechtsgeschäftes eine der beiden Parteien übervorteilt worden sei, dies nicht der Veräußerer, sondern der Erwerber, somit Offene Häuser, sei.

Da Herr Reinhard Zabka mit der Begründung der ungeklärten Eigentumsfrage über Jahre hinweg die Zahlung von Miete, Betriebs- und Nebenkosten sowie Kosten für Elektroenergie verweigert hatte und zudem nicht willens gewesen war, eine klare Trennung zwischen den öffentlich als Ausstellungsfläche sowie den durch ihn ausschließlich privat genutzten Bereichen vorzunehmen, war im Endeffekt eine Situation entstanden, in der der gemeinnützige Verein Offene Häuser einem Dritten die durch diesen lediglich zu privaten Wohnzwecken genutzte Bereiche des Gebäudes über Jahre hinweg alimentiert hatte.

In dem zwischen Kunstaffäre Lügenmuseum und Herrn Reinhard Zabka kurz vor der Veräußerung der Liegenschaft an Offene Häuser geschlossenen Mietvertrag, der auf Offene Häuser übergegangen war, war ein Mietzins von 1 € vereinbart gewesen, jedoch nicht je Quadratmeter, sondern für die gesamte gemietete Fläche.

Bereits wenige Wochen nach dem Abschluss des Kaufvertrages zwischen Kunstaffäre Lügenmuseum und Offene Häuser war Herr Zabka über seinen damaligen wirtschaftlichen Berater, der die Gründungsphase der Ich-AG, in deren Form Herr Reinhard Zabka das vorher im Rahmen des gemeinnützigen Vereins Kunstaffäre Lügenmuseum geführte „Lügenmuseum“ seit Juni 2004 selbst betrieb, begleitete, an Offene Häuser herangetreten und hatte um den Abschluss eines neuen Mietvertrages ersucht. Über die Hintergründe lassen sich nur Mutmaßungen anstellen – vielleicht erschien eine vertragliche Regelung, die ein Verein mit seinem Vorsitzenden zu für diesen sehr günstigen wirtschaftlichen Bedingungen abgeschlossen hatte, nicht sonderlich plausibel, in Anbetracht des – Offene Häuser erst mehrere Jahre später bekannt gewordenen – Insolvenzantrages von Kunstaffäre Lügenmuseum möglicherweise gar anfechtbar.

Offene Häuser ging auf das Ansinnen ein – da bereits zu diesem Zeitpunkt die Störmanöver durch Herrn Reinhard Zabka begonnen hatten und somit absehbar war, dass die erhofften Synergieeffekte, wenn überhaupt, so nur in sehr begrenztem Umfang als realistisch einzuschätzen waren, waren Mieteinnahmen nicht unwillkommen. Die neuen Mietverträge, im Rahmen derer auch die vertragliche Fixierung der Nutzung eines bis dahin durch Herrn Zabka genehmigungslos genutzten Bereiches des Hauses erfolgte, wurden im November 2004 geschlossen.

Der nunmehr vertraglich vereinbarte Mietzins war immer noch sehr niedrig – er betrug 0,30 € bzw. 1,30 € je Quadratmeter.

Um den Ausstellungsbetrieb nicht zu gefährden, bot Offene Häuser Herrn Zabka zudem zwei Jahre später unter der Voraussetzung der vollständigen Zahlungen von Betriebs-, Neben- und Energiekosten für die Ausstellungsbereiche die völlige Mietfreiheit an, er lehnte das Angebot allerdings ab, da er selbst letztere nicht zu zahlen bereit war.

Rechnet man die von Herrn Reinhard Zabka tatsächlich geleisteten Zahlungen auf den gesamten Nutzungszeitraum um, ergibt sich ein geleisteter Mietzins von lediglich 0,06 € je Quadratmeter und Monat und die monatliche Zahlung von Betriebs- und Nebenkosten in Höhe von lediglich 0,10 € je Quadratmeter Gebäudefläche.

Die im Laufe der Jahre aufgelaufenen Rückstände sind aufgrund des sechseinhalbjährigen Nutzungszeitraumes und der genutzten Fläche von insgesamt 612,09 Quadratmetern erheblich. Sie betragen für die durch Herrn Reinhard Zabka rein privat genutzten Bereiche 28.506,73 €, davon allein 15.641,28 € durch Offene Häuser vorverauslagte Betriebs-, Neben- und Energiekosten. Für die Ausstellungsräume kommen, wenn man das von Offene Häuser unterbreitete, von Herrn Reinhard Zabka wegen der damit verbundenen Verpflichtung zur vollständigen Zahlung von Betriebs- und Nebenkosten jedoch ausgeschlagene, Angebot der Mietfreiheit für diese Räume zugrunde legt, weitere 22.209,84 € Rückstände allein an Betriebs- und Nebenkosten hinzu. Aufgrund der Verjährungsfristen kann der größte Teil dieser Schulden nicht mehr beigetrieben werden.

Die nicht bezifferbaren Schäden durch die nachstehend beschriebene Denunziationskampagne sind hierbei nicht eingerechnet.

Letztlich ist es einem Privatier auf diese Weise gelungen, von Mai 2004 bis Oktober 2010 auf Kosten eines Dritten in einem neobarocken Gutshaus auf einer Fläche von 600 Quadratmetern nahezu unentgeltlich privat betriebene Ausstellungsräume zu unterhalten sowie dort persönlich zu logieren.

Die durch Herrn Reinhard Zabka betriebene Verleumdungskampagne

Wie bereits vorstehend erwähnt, wurde die juristische Auseinandersetzung um die Rechtmäßigkeit des Kaufvertrages und die Zahlungen an Miete, Betriebs- und Nebenkosten von einer unsäglichen und für Außenstehende unvorstellbaren Diffamierungs- und Verleumdungskampagne über Presse und Internet flankiert, mit der Herr Reinhard Zabka offenbar die Insolvenz von Offene Häuser erreichen wollte, weil er wohl der Ansicht war, dann einerseits keine Zahlungen an Offene Häuser leisten zu müssen und andererseits wohl hoffte – wegen des noch im Grundbuch eingetragenen Sperrvermerks – wieder Zugriff auf die Liegenschaft zu erhalten.

Dabei versuchte Herr Reinhard Zabka durch die geschickte Kombination von Fakten, von aus dem Zusammenhang gerissenen amtlichen Schreiben, von Halbwahrheiten, wahrheitswidrig hergestellten Zusammenhängen, subjektiven Empfindungen und enttäuschten Erwartungen Einzelner sowie beim Rezipienten bewusst geweckten Assoziationen, Offene Häuser und die für Offene Häuser handelnden Personen auf Gröbste zu verleumden und ihnen, nicht selten bis weit in die private Lebenssphäre hinein, zu schaden.

Bei einer Initiative wie Offene Häuser, die über eine mehr als zwanzigjährige Geschichte verfügt, die jährlich mit mehreren Hundert Freiwilligen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammenarbeitet und in deren Häusern jährlich mehrere Hundert Gruppen und Initiativen zu Gast sind, die sich aus jährlich über 8.000 Einzelpersonen zusammensetzen, wird es sich nie vermeiden lassen, dass sich auch kritische Stimmen finden – sei es, weil tatsächlich Fehler geschehen, sei es, weil einfach unterschiedliche Erwartungen aufeinander treffen, die auf der einen oder anderen Seite – oder auch auf beiden Seiten – zu Ernüchterung, Enttäuschung, Frustration führen, sei es aber auch, dass Dritte sich eigene Fehler nicht eingestehen oder gar von diesen ablenken wollen.

Angesichts dessen, dass mehrere schriftliche Aussagen von Zeugen vorliegen, die Herr Reinhard Zabka, obwohl er sie zuvor nicht kannte, sondern bei denen er lediglich auf einen möglichen Arbeitszusammenhang schließen konnte, „ins Blaue hinein“ telefonisch kontaktiert hatte und bei denen er teilweise bis zu fünf Mal nachfragte, ob die betreffende Person denn wirklich nichts Negatives über Offene Häuser berichten könne, relativiert sich jedoch auch die statistische Aussagekraft dieser kritischen Stimmen.

Herr Reinhard Zabka betrieb eigens eine Website, deren einziger Zweck darin bestand, Offene Häuser und die für Offene Häuser handelnden Personen zu verunglimpfen. Zudem versandte er über eine Mailingliste mit schätzungsweise mehreren Hundert Empfängern in regelmäßigen Abständen Nachrichten diffamierenden Inhalts.

Aus den mehreren Dutzend Aktionen dieser Kampagne seien nachfolgend lediglich zwei etwas konkreter beschrieben:

Im Jahre 2006 stellte Herr Reinhard Zabka, der als Mieter Betriebskostenabrechnungen sowie wegen seiner Zahlungsrückstände Mahnungen auf dem Kopfbogen von Offene Häuser erhielt, auf einer Kopie eines solchen Kopfbogens und unter Fälschung der Unterschriften der für Offene Häuser handelnden Personen im Namen von Offene Häuser beim zuständigen Amtsgericht den Antrag auf Auflösung des Vereins Offene Häuser.

Im Jahre 2007 fertigte er polizeiliche Fahndungsplakate eines damaligen Vorstandsmitgliedes von Offene Häuser, auf denen er diese Person mit Ausnahme von Mord nahezu aller erdenklicher Straftaten beschuldigte. Diese Plakate, die den üblicherweise von der Polizei verwendeten Plakaten täuschend ähnlich sahen und die er im Nachhinein als „Kunstprojekte“ deklarierte, hängte er sodann sowohl im direkten persönlichen Lebensumfeld der betroffenen Person als auch in den von ihm betriebenen Ausstellungsräumen aus.

In der Zusammenschau all dieser Aktivitäten entstand bei Offene Häuser die bittere Erkenntnis, dass der Name „Lügenmuseum“ vielleicht doch nicht nur als eine vielleicht etwas zu drastisch geratene Bezeichnung für eine mit Wahrheit und Täuschung eloquent und souverän spielende künstlerische Gesamtinstallation in den damaligen Ausstellungsräumen des Gutshauses Gantikow stehen könnte, sondern möglicherweise auch für einen grundsätzliche Lebenseinstellung ihres Initiators.

Nach dem Auszug von Herrn Reinhard Zabka aus den von ihm genutzten Bereichen des Gutshauses Gantikow im Oktober 2010, mit dem er einer Räumung durch den Gerichtsvollzieher zuvorkam, fand sich an einer Wand ein Aufkleber mit den Sätzen „Bei manchen Lügen hört der Spaß auf. – Bei manchen Lügen fängt der Spaß erst richtig an.“, der uns wie eine höhnische Zusammenfassung dessen, was wir in all den Jahren erlebt hatten, erschien.

Beiträge in Presse und Fernsehen

Eine wichtige Rolle bei der beschriebenen Diffamierungskampagne spielten und spielen die Medien.

Da es Herr Reinhard Zabka durch Urteil des Amtsgerichtes Neuruppin aus dem Jahre 2007 bei Androhung eines Ordnungsgeldes in Höhe von 50.000 € oder einer ersatzweisen Ordnungshaft von sechs Monaten untersagt worden war, seine diffamierenden Äußerungen öffentlich zu wiederholen bzw. weiterzuverbreiten, schickte er seitdem vorgefertigte Texte an solche Printmedien, die für redaktionelle Beiträge stets dankbar sind und diese, teilweise sogar einschließlich der orthographischen Eigenheiten und der speziellen Interpunktion sowie unter Angabe der Website und der Telefonnummer von Herrn Reinhard Zabka, unverändert übernahmen. Die so entstandenen Artikel konnte er nun seinerseits weiterverbreiten, da es sich formell nicht mehr um seine eigenen Äußerungen handelte und er möglicherweise darauf baute, dass es den so Denunzierten zu aufwendig sein würde, jedes Mal den jeweiligen Verlag zu verklagen.


Besonders wirkungsvoll waren Beiträge im Fernsehen, namentlich im öffentlich-rechtlichen, da diese generell einen großen Glaubwürdigkeitsvorschuss bei den Zuschauern genießen. Ausweislich des Offene Häuser in Kopie vorliegenden Schriftverkehrs zwischen einem für mehrere im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gesendete Beiträge über Offene Häuser verantwortlichen Autor und Herrn Reinhard Zabka besteht zwischen Herrn Reinhard Zabka und zumindest diesem Autor eine vertraute Beziehung, was Herrn Reinhard Zabka neben vermuteter inhaltlicher Einflussnahme in die Lage versetzt, die bevorstehende Ausstrahlung der Sendungen über seinen großen Mailverteiler möglichst vielen Adressaten zur Kenntnis zu geben.

In den vergangenen Jahren wurden auf diese Wiese drei Beiträge über Offene Häuser gesendet – im rbb, im MDR und im NDR, also genau bei denjenigen Sendern, die für die öffentliche Meinungsbildung im Tätigkeitsgebiet von Offene Häuser maßgeblich sind.


Der erste Beitrag wurde, nachdem Offene Häuser anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen hatte, innerhalb von weniger als 24 Stunden aus dem Downloadbereich des Senders entfernt, was ausreichend Beleg dafür sein dürfte, dass die darin getätigten Behauptungen nicht der Wahrheit entsprachen. Von weitergehenden Schritten wie Gegendarstellungen oder Schadensersatzforderungen sah Offene Häuser ab, nachdem ein Drohanruf eingegangen war, der unter anderem die wörtliche Formulierung „Ich mach’ Sie kalt.“ enthielt.

Inzwischen war der Beitrag jedoch durch Herrn Reinhard Zabka bereits im Internet in Umlauf gebracht worden, so dass Offene Häuser aufgrund von Kosten-Nutzen-Abwägungen bei den folgenden Beiträgen davon absah, wiederum einen Anwalt für Presserecht einzuschalten.


Der Autor des zweiten Beitrags antwortete auf die Frage eines Interviewpartners, den er in Opposition zu Offene Häuser wähnte, was denn das Ziel jenes Beitrags sei, er wolle Offene Häuser „zur Strecke bringen“. Dass Offene Häuser im Wissen um diese Zielsetzung persönliche Interviews vor der Kamera ablehnte und stattdessen um schriftliche Fragestellungen bat, dürfte nachvollziehbar sein. Dies hinderte den Autor jedoch nicht daran, mit laufender Kamera in die Geschäftstelle von Offene Häuser zu stürmen, nicht ohne vorher – sich offenbar in der Tür geirrt habend – das Büro des zwei Türen weiter ansässigen Stadt- und Kreisverbandes Weimar der Kleingärtner e.V. mit ebenfalls laufender Kamera gestürmt zu haben, wofür selbst im Nachhinein keine Entschuldigung erfolgte.

Angesichts dessen, dass trotz sehr ausführlicher Beantwortung der übersandten Fragen, der Zusendung einer über zwanzigseitigen detaillierten Darstellung der Fakten und des Verweises auf mehrere Dutzend Anlagen sowie des Angebots, diese zur Glaubhaftmachung im Original vorzulegen, dennoch ein Beitrag gesendet wurde, der genau diese Fakten ignorierte und aus den gesamten Darlegungen lediglich einen einzigen Satz – und diesen zudem aus dem richtigen Zusammenhang gerissen und in sachfremden Zusammenhang gestellt – zitierte, kann von einer objektiven, ausgewogenen und an der Wahrheit orientierten Berichterstattung wohl kaum die Rede sein.

Dass auch die Äußerungen anderer Interviewter nach deren eigener Einschätzung so ausgewählt und geschnitten wurden, dass der beabsichtigte Eindruck entstand, ist fast müßig zu erwähnen.


Der dritte Beitrag schließlich reagierte in höchst raffinierter Art und Weise auf die im Vorfeld des zweiten Beitrages erfolgte Verweigerung von persönlichen Interviews durch Offene Häuser. Zunächst wurde eine andere Autorin vorgeschickt, die ausweislich unserer Mitschrift des kontaktanbahnenden Telefonates „sich mit dem Projekt beschäftigt“ (hatte), dieses „sehr interessant gefunden“ (hatte), „sehr gern über die Arbeit berichten“ (wollte), und die die Zielstellung der Sendung auf Nachfrage als „Kultur im weitesten Sinne“ beschrieb. Die Autorin drehte dann auch etwa fünf Stunden an zwei Orten, interviewte Dorfbewohner und Freiwillige und resümierte am Schluss des Drehtages – das, was sie an jenem Tag gesehen hatte, habe sie „vollkommen überzeugt“.

Vor diesem durchweg einschränkungslos positiven Hintergrund akzeptierte Offene Häuser dann doch noch ein Interview, in dem dann unerwartet vorgefertigte Fragen zu teilweise sachfremden Sachverhalten gestellt wurden, wobei die Fragen, da die Antworten offenbar nicht erwartungsgemäß ausfielen, bis zu fünf Mal in identischer Form wiederholt wurden – eine Technik, die im übrigen bereits bei dem ersten Beitrag zur Anwendung gekommen war. Dass die Antworten im Nachhinein so geschnitten wurden, dass sie die offenbar bereits zuvor feststehende Aussage des Beitrages bedienen konnten, ist wiederum fast müßig zu erwähnen.

Die Sendung selbst zeigte dann keine einzige der – durchweg positiven – Interviewaussagen Dritter, da die Interviews mit den Bewohnern des Ortes und den Freiwilligen sowie die bis dahin auch in anderer Hinsicht sehr kulturvolle Art des Drehs – sehr rücksichtsvoll und interessiert, ästhetische Bilder, Aufnahmen von Vogelstimmen etc. – offenbar nur dazu gedient hatten, den Vertreter von Offene Häuser „einzulullen“, um so dessen Bereitschaft, vor die Kamera zu treten, zu erreichen.

Im Nachhinein auf diese Diskrepanz angesprochen, erklärte die Autorin, man habe ihr „einen Ko-Autoren zur Seite gestellt“, der natürlich derjenige Herr war, der wenige Monate zuvor Dritten gegenüber erklärt hatte, er wolle Offene Häuser „zur Strecke bringen“.

Techniken der Meinungsbildung

Ein solches Ziel erreicht man am ehesten, indem man denen, die man „zur Strecke bringen“ möchte, kriminelles Verhalten nachsagt, dies – um sich selbst juristisch nicht angreifbar zu machen – durch andere sagen lässt oder durch geschickte Kombination von der Wahrheit entsprechenden Fakten, Halbwahrheiten, Unwahrheiten, Auslassungen und Assoziationen diesen Eindruck erweckt, wobei es hilfreich ist, die terminologische Unerfahrenheit des größten Teils der Zuschauer, Hörer bzw. Leser zu nutzen.

So erweckt der Terminus „Rückforderung von Fördermitteln“ die Assoziation unkorrekten Verhaltens, ist jedoch zunächst einmal ein normaler verwaltungsrechtlicher Vorgang, der auch daraus resultieren kann, dass der tatsächliche Mittelbedarf aus objektiven oder subjektiven Gründen geringer ist als prognostiziert.

Auch eine aus einem zivilrechtlichen Vertrag resultierende Schadensersatz- oder Entschädigungsforderung ist nichts Ehrenrühriges – im Gegenteil: Sie setzt im Gegenteil voraus, dass demjenigen, der diese Forderung hat, ein Schaden entstanden ist bzw. ihm etwas zu entschädigen ist. Wenn zudem einer solchen Forderung ein Vertrag zwischen einer Gemeinde, die sowohl über ein Rechtsamt als auch über eine Rechtsaufsichtsbehörde verfügt, und einem Verein zugrunde liegt, dürfte davon auszugehen sein, dass die Gemeinde sich wohl weder beim Abschluss des Vertrages noch bei den Verhandlungen über die Entschädigung in benachteiligter Position befunden haben dürfte.

Auch der Umstand, dass ein Verein die „Ruine einer Scheune“ in seinem Eigentum hat, erscheint in einem gänzlich anderen Licht, wenn man den notariellen Vertrag heranzieht, durch den der Verein die Liegenschaft erworben hat und in dem es explizit heißt, veräußert werde das Grundstück X, „bebaut mit der Ruine einer Scheune“.

Auch der Zustand eines Gutshauses, das nach langjährigen Leerstand und teilweise vorsätzlicher Zerstörung im Rahmen der Nutzung als Filmkulisse unter Investitionsauflagen erworben worden war, kann bei objektiver Betrachtung keinerlei Anlass für Kritik sein, wenn man weiß, dass vom Verkäufer schriftlich bescheinigt wurde, dass eben jene Investitionsauflagen einschränkungslos erfüllt worden sind.

Schließlich stellt sich auch die Schuldfrage bei einem leider unlängst abgerissenen denkmalgeschützten Gebäude anders dar, wenn man die Fakten berücksichtigt: Ist der Verein der Schuldige, der das Gebäude von 1993 bis 1998, also insgesamt lediglich fünf Jahre, in seinem Eigentum hatte und in dieser Zeit die gesamte Fachwerkkonstruktion des Hauses unter Anwendung historischer Techniken sanierte, – oder doch nicht eher die Kommune, die das Haus im Jahre 1998 unbedingt zurück erwerben wollte, da sie der Meinung war, der Verein arbeite zu langsam, und die somit das Grundstück 13 Jahre lang in ihrem Eigentum hatte und das darauf stehende Gebäude verfallen ließ, so dass es schließlich abgerissen wurde?

Dass solche eine nach der anderen auf der Grundlage von Fakten entkräftbaren Behauptungen nicht entkräftet werden können, weil den Denunzierten dazu wie oben beschrieben entweder gar nicht oder nicht in der dafür notwendigen Detailliertheit, Ausführlichkeit und Objektivität die Möglichkeit gegeben wird, da sie über die Vorwürfe ja nicht einmal in Kenntnis gesetzt werden, und weil sie sich reiflich überlegen, ob sie den Aufwand, die Kosten und den Stress einer Klage auf Gegendarstellung auf sich nehmen, scheint das Kalkül eines solchen Diffamierungsfeldzuges zu sein.

Behauptungen und ihre Widerlegung

Die hauptsächlichen, immer wieder geschickt verbreiteten und stets in neuen Variationen verwebten Vorwürfe gegenüber Offene Häuser betreffen zum einen die angeblich exorbitante Inanspruchnahme sowie die fehlerhafte Verwendung von Fördermitteln, zum anderen die angeblich zu langsame Arbeitsweise von Offene Häuser.

Beide Vorwürfe sind geeignet, beim oberflächlichen Betrachter einen plakativen Eindruck zu erzeugen, der sich – einmal in der Welt – schlecht beseitigen lässt und eine dauerhafte Rufschädigung hinterlassen kann und dies im konkreten Falle auch hinterlassen hat.

Beide Behauptungen sind jedoch bei sachlicher Betrachtung nicht haltbar.


Offene Häuser hat Fördermittel stets nur in sehr begrenztem Umfang beantragt und somit auch nur in begrenztem Umfang erhalten, und dies insbesondere für Projekte der internationalen Jugendarbeit. Der Anteil öffentlicher Förderung am Gesamtbudget ist bei Offene Häuser im Vergleich zu vielen anderen gemeinnützigen Vereinen beachtlich niedrig – er lag im Jahr 2010 bei nur 13,78 %, die sich aus 11,20 % an den Status der Gemeinnützigkeit gebundener Förderung, vor allem für Projekte der Jugend- und Bildungsarbeit, und 2,78 % arbeitnehmergebundener Einstellungszuschüsse, also Zuwendungen, die auch jeder private Arbeitgeber erhalten hätte, zusammensetzen. Somit werden mehr als 85 % seine Budgets selbst erwirtschaftet – eine Quote, auf die Offene Häuser durchaus stolz sein kann.

Rückforderungen von Fördermitteln, die sich aus dem normalen Geschäftsablauf ergeben, kommen hin und wieder vor, sind jedoch ein normaler verwaltungsrechtlicher Vorgang. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn für einen Arbeitnehmer Zuschüsse zu den Personalkosten gezahlt werden, dieser aber längere Zeit erkrankt, oder wenn eine Jugendbegegnungsmaßnahme mit weniger Teilnehmer/innen stattfinden muss als geplant, weil nicht alle ausländischen Teilnehmer/innen rechtzeitig ein Visum erhalten.

Eine Rückforderung von Fördermitteln aufgrund dessen, dass die Maßnahme nicht antragsgemäß durchgeführt worden ist, hat es hingegen nur ein einziges Mal gegeben – im Falle des geplanten Einbaus einer Behindertentoilette im Gutshaus Gantikow. Für den Einbau der Toilette war es aufgrund der existierenden Leitungsführung notwendig gewesen, die von Herrn Reinhard Zabka betriebenen Ausstellungsräume zu durchqueren, wofür dieser zuvor im Mietvertrag schriftlich seine Zustimmung erklärt hatte. Als der Zuwendungsbescheid vorlag und die Baumaßnahme stattfinden sollte, verweigerte er dies jedoch. Da die gerichtliche Erzwingung des Zugangs zu den Hauptleitungen nur im Interesse des an aufsehenerregenden Aktionen stets interessierten Herrn Reinhard Zabka gewesen wäre und zugleich keine Sicherheit bestanden hätte, dass die Baumaßnahmen dann auch störungsfrei hätten zum Abschluss gebracht werden können, verzichtete Offene Häuser auf den Einbau der Behindertentoilette und zahlte die Fördersumme einschließlich der zwischenzeitlich angefallenen Zinsen zurück.

Maßgeblich für die Frage der rechtmäßigen Mittelverwendung sind letztlich die Ergebnisse der Prüfungen durch die zuständigen Behörden. Aufgrund zahlreicher anonymer Anzeigen, über deren Initiator jeder seine eigenen Vermutungen anstellen möge, wurde in den vergangenen Jahren nahezu jedes Projekt und jede Maßnahme von Offene Häuser, bei der öffentliche Mittel verwendet wurden, detailliert geprüft.

Diese Prüfungen verliefen – von minimalen Zinsforderungen abgesehen – stets beanstandungsfrei und wurden durch ebenfalls beanstandungsfreie Prüfungen des Bundesrechnungshofes bestätigt. Eine ebenfalls auf eine anonyme Anzeige zurückgehende Prüfung der Finanzbehörden, bei der mehrere Haushaltsjahre geprüft wurden, hatte eine Steuernachforderung von 92,40 € zur Folge, ein Betrag, der bei einem jährlichen Haushalt zwischen 415.000 € und 540.000 € als marginal einzustufen sein dürfte.


Der zweite Vorwurf – die angeblich zu langsame Arbeitsweise von Offene Häuser – geht in mehrfacher Hinsicht vollkommen ins Leere.

Wohl nicht zufällig werden als „Beweis“ Liegenschaften angeführt, zu denen Offene Häuser entweder gar keine vertragliche Beziehung hat, oder aber, wo Offene Häuser nur Nutzer ist bzw. lediglich temporäre Bildungsprojekte betreibt.

Im Eigentum von Offene Häuser befinden sich das Seminarhaus Burg Lohra, die Gutshäuser in Klein Dammerow und Gantikow, das Pfarrhaus in Stadt Wehlen und die Herberge in Rathewalde. Bezüglich der anderen Gebäude und Ensembles bestehen längerfristige Pachtverträge bzw. Nutzungs- und Gestattungsverträge. Die letztliche Verantwortung für die Liegenschaften und somit auch für die Geschwindigkeit der baulichen Aktivitäten verbleibt in diesen Fällen beim jeweiligen Eigentümer – einer Kommune, einem Verein, einer Kirchgemeinde –, Offene Häuser hat jedoch die Möglichkeit, an den Gebäuden tätig zu werden und sie für einen bestimmten Zeitraum zu nutzen. Darüber hinaus wird Offene Häuser mancherorts kurzzeitiger tätig – wenn beispielsweise in einem Baudenkmal ein Sommerworkshop stattfindet oder wenn Offene Häuser andere Träger im Rahmen von Projekten unterstützt.

Bei den in Rede stehenden Vorwürfen werden oft die konkreten Rahmenbedingungen und Begleitumstände ausgeblendet, wie die vereinbarte paritätische Nutzung mit der Kirchgemeinde, Verträge mit der politischen Gemeinde bezüglich Instandsetzung und Instandhaltung, Einschränkungen durch eine Erbengemeinschaft, in deren Eigentum sich das entsprechende Grundstück befindet, etc.

Bei kritischen Äußerungen von Kommunalpolitikern sollte zudem nicht außer Acht gelassen werden, dass es im Hintergrund möglicherweise auch um ganz andere Dinge gehen mag – um kommunalpolitische Kräfteverhältnisse, ins Haus stehende Bürgermeisterwahlen und dergleichen –, für die eine kritische Positionierung zu einem nicht dem landläufigen Bild von den erträumten „blühenden Landschaften“ entsprechenden Baudenkmal eine willkommene Möglichkeit ist, Punkte zu sammeln – ganz zu schweigen von Stellungnahmen, die nur als bewusste Ablenkungsmanöver von bezüglich des in Rede stehenden Baudenkmals begangenen eigenen Fehlern der jeweiligen Person verstanden werden können.

Zudem sind die realen Sachverhalte und Problemlagen, insbesondere bezüglich der oft über lange Zeit ungeklärten Eigentumsfragen von historischen Gebäuden in Ostdeutschland, zumeist so diffizil und vielschichtig, dass sie in einem kurzen Statement nicht sachgerecht behandelt werden können.

Insbesondere wird Offene Häuser e.V. bewusst mit dem Arbeitskreis Denkmalpflege e.V. vermischt. So zutreffend es ist, dass Offene Häuser aus dem Umfeld des Arbeitskreises Denkmalpflege entstanden ist und bis heute bei dem einen oder anderen Projekt mit ihm kooperiert, so falsch ist es zugleich, beide Organisationen, ihre Ziele und ihre Arbeit zu vermischen. Während der Arbeitskreis Denkmalpflege den Erhalt von Baudenkmalen an sich zum Ziel hat, besteht die Idee von Offene Häuser in der gleichberechtigten Verbindung von Kulturguterhalt und Bildungsarbeit. Da der Arbeitskreis Denkmalpflege wiederholt Baudenkmale buchstäblich vor dem Abrissbagger weggekauft hat, ohne sogleich ein Nutzungskonzept oder einen Nutzer vorweisen zu können, sind diese Gebäude zwar gerettet, aber teilweise ohne weitergehende Aktivitäten, und bieten damit, wenn auch zu Unrecht, einen willkommenen Ansatz für Vorwürfe der beschriebenen Art.

Jedoch auch Offene Häuser selbst macht häufig die Erfahrung, dass die baulichen Zustände, unter denen die Arbeiten an dem einen oder anderen Baudenkmal begonnen wurden, schnell in Vergessenheit geraten. So standen im Seminarhaus Burg Lohra zum Kaufzeitpunkt Zwischenwände unter Strom, hingen in der Herberge Rathewalde aufgrund eines Wasserschadens mit 54 über das gesamte Haus verteilten Lecks halbmeterlange Eiszapfen von den Decken, war im Pfarrhaus Stadt Wehlen der Hochwasserschaden aus dem Jahr 2003 nur teilweise behoben – Sachverhalte, die leider schnell aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwinden.


Zudem ist Offene Häuser vor allem in strukturschwachen Regionen tätig, wo Initiativen eher rar gesät sind. Offene Häuser blockiert damit nicht, wie fälschlicherweise behauptet, Entwicklungen, sondern ist zumeist der einzige Interessent für eine ungenutzte Liegenschaft und einer der nicht allzu zahlreichen Träger, der überhaupt junge Menschen motiviert, in diesen Gegenden tätig zu sein, und der zudem durch die Verbindung von zumeist städtischer Herkunft der Akteure und ländlichem Umfeld des Engagements die beiderseitige Befruchtung zweier Lebenswelten ermöglicht.


Zum dritten schließlich ist es vollkommen absurd, einem Netzwerk, das Entschleunigung als eines seiner wichtigsten Ziele ansieht und dies in auch in nahezu jeder seiner Veröffentlichungen deutlich macht, Langsamkeit zum Vorwurf zu machen.

Ist es nicht paradox, dass man meint, eine Initiative, die ihrem Selbstverständnis und ihren eigenen Verlautbarungen nach nicht die Veränderung und Modernisierung von Gebäuden, sondern ihren Erhalt in der vorgefundenen Form zum Ziel hat, die „Bauen und Erhalten in erster Linie als eine Möglichkeit (verstehen möchte), Menschen miteinander und mit den Baudenkmalen in Beziehung zu bringen, Begegnung, Austausch und Lernen zu ermöglichen“, die „den Gebäuden und ihrem Umfeld ihren Geist, ihre Geschichte, ihre Atmosphäre lassen (möchte), anstatt sie vermeintlichen Verwertungszwängen auszusetzen und ihnen heutegedachte standardisierte Nutzungskonzepte überzustülpen“, und die der Auffassung ist, dass sich „angesichts dreißigjährigen Leerstandes tagespolitisch motivierte Geschwindigkeitserwartungen von selbst ad absurdum“ führen, und dass „Ansätze, die das langfristige Wohlergehen der Gebäude sichern sollen, zudem mit sich (bringen), dass sich Phasen intensiverer Aktivität mit ruhigeren Phasen abwechseln“, genau deshalb kritisieren zu können, weil sie entsprechend dieses Selbstverständnisses und dieser Verlautbarungen handelt?

Resummee

Wir hoffen, Ihnen mit der vorstehenden Darstellung einen groben Überblick über die Geschehnisse gegeben haben zu können.

Wenn Ihnen die vorstehenden Informationen nicht ausreichen, wenn Sie Fragen haben oder das Gefühl, etwas sei unangesprochen, unerläutert, unerklärt geblieben – bitte scheuen Sie sich nicht, nachzufragen.

Wir werden Ihre Fragen beantworten, auf Wunsch Kopien der Dokumente, auf die wir in unserer Darstellung Bezug genommen haben, vorlegen, und – falls dies zur Glaubhaftmachung notwendig sein sollte – Ihnen diese auch im Original, wenn auch nicht aushändigen, so doch zur Einsichtnahme vorlegen.


Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben uns gelehrt, wie stark die Wirkung verleumderischer Kampagnen ist, und dass Transparenz die einzige Möglichkeit ist, Diffamierungen und Verdächtigungen zu entgegnen.

Unabhängig von Ihrem Bild von Offene Häuser möchten wir Sie deshalb bitten, den Medien und den im Internet veröffentlichten Informationen gegenüber kritisch zu sein und vor allem, wenn Ihnen Kritisches über Dritte zu Ohren oder zu Augen kommt, sich nicht still „Ihren Teil zu denken“ nach dem Motto „Irgendetwas wird schon dran sein.“, sondern den oder die Kritisierte direkt und offen darauf anzusprechen.
 







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